Die spätrömisch-dekadente, weinerliche Horst-Köhler-Generation

Genau das ist es, was dem normalen Bürger – und gerade jener Generation, die zwischen Karriereaufstieg, krisenbedingter Angst um den Arbeitsplatz (und somit gleich der Angst vor Hartz IV) und der Fragen nach Familie nicht erklären kann. Dass da oben so offensichtlich kein Wille besteht, Dinge voranzubringen. Auf der Brücke zu stehen, auch wenn die Wellen einen fast umhauen. Vor der NRW-Wahl wollte die Regierung nicht handeln in der Angst, die NRW-Wahl zu verlieren. Nun gibt es nicht mal eine Regierung in NRW – gehandelt wird noch immer nicht. Gäbe es die Blockade, weil offen um die beste Lösung gestritten wird – es wäre noch hinnehmbar. Aber so?

“Spätrömische Dekadenz” warf Guido Westerwelle den Deutschen vor. Mir scheint, er hatte Recht. Denn tatsächlich erinnert Berlin in diesen Tagen an das späte Rom. Die Mächtigen debattieren und intrigieren während vor der Stadt schon der Wald brennt. Es ist das Bild einer Generation, die sich allein mit dem aus ihrer Sicht Wichtigsten beschäftigt ist: sich selbst. Und die bei der kleinsten Form von Kritik zu weinen beginnt: “Die Welt ist ja so böse zu mir.”

Dem Artikel kann ich nur beipflichten. Unsere aktuelle Politikergarde scheint nur noch aus selbstverliebten Heulsusen zu bestehen. Der Status Quo scheint wichtiger als die Aufgabe des Regierens selbst.
Nun könnte man argumentieren, die Leute sind ja vom Volk gewählt worden. Aber kann mir denn jemand Alternativen nennen? Welche Partei bietet ehrgeizige, kompromisslose und dennoch vernunftbegabte Kandidaten?

how to effectively commit social network suicide

A roadmap for an effective Facebook suicide should do some of the following: catching as many viruses as possible; click on as many “Like” buttons as possible; join as many groups as possible; request as many friends as possible. Wherever there is the possibility for action, take it, and take it without any thought whatsoever. Become a machine for clicking! Every click dissolves the virtual double that Facebook has created for you. It disperses you into the digital lives of others you hadn’t thought of communicating with. It confuses your closest friends. It pulls all those parts of the world that your social network refuses to engage with back into focus, makes it visible again.

Invisibility comes in many forms, and on social networks it is the form of a radical overload of information – a maximum participation. No more thought, because every considered click adds to the collaborative filtering algorithms that makes sure everyone continues to like what they like, but in slightly modified form. Click everywhere, click often, and don’t stop until you have disappeared beneath a flood of meaninglessness.

via @MrsBunz: http://bit.ly/aLY0MY